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Lohnt sich ein Besuch im de Young Museum?

Das Erste, was einem auffällt, ist, wie sich das Museum aus dem Golden Gate Park heraus erhebt, anstatt abseits davon zu liegen. Die Kupferwände reflektieren das neblige Licht, die Lobby strahlt Ruhe aus, ohne dabei förmlich zu wirken, und die Galerien bieten Ihnen Raum, um einen Gang herunterzuschalten.

Das de Young wurde sowohl als städtisches Museum als auch als Wahrzeichen konzipiert: als Heimat für amerikanische Kunst, Textilien aus aller Welt und bedeutende Wechselausstellungen, aber auch als ein Gebäude, das von der umgebenden Landschaft geprägt ist. Dadurch bietet der Besuch ein breiteres Spektrum an Emotionen als ein typischer Galeriebesuch.

Was den meisten Besuchern in Erinnerung bleibt, ist der Kontrast. Sie können eine Stunde lang Gemälde und Textilien bewundern und anschließend von einem Turm aus den Blick auf Baumkronen, Stadtviertel und die Golden Gate Bridge genießen. Nur wenige Museen verbinden Kunst, Architektur und die Stadt auf so natürliche Weise miteinander.

Überspringen Sie diesen Abschnitt, wenn: Sie wünschen sich eine rasante, interaktive Attraktion oder haben weniger als zwei Stunden Zeit, die Sie drinnen verbringen möchten.

Sehenswürdigkeiten im de Young Museum

American art galleries at the de Young Museum
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Amerikanische Kunstgalerien

Für viele Besucher bildet dies den Kern des Museums: Gemälde, Skulpturen und Kunstgewerbe vom 17. bis zum 20. Jahrhundert. Nehmen Sie sich für diese Zimmer ausreichend Zeit; sie sind weitläufiger und abwechslungsreicher, als ein kurzer Rundgang vermuten lässt.

Textilien und Kostüme

Einer der stärksten und markantesten Bereiche des Museums. Freuen Sie sich auf internationale Kleidungsstücke, Webarbeiten und dekorative Objekte, die sich bei genauer Betrachtung besonders lohnen – vor allem, wenn Sie mehr suchen als einen gewöhnlichen, auf Gemälde ausgerichteten Museumsbesuch.

Kunst aus Afrika, Ozeanien und Amerika

Diese Galerien erweitern das Erlebnis über die amerikanische Kunst hinaus und sind es wert, schon frühzeitig aufgesucht zu werden. Sie sind oft ruhiger als die bekanntesten Zimmer, wodurch man sie leichter in seinem eigenen Tempo auf sich wirken lassen kann.

Sonderausstellungsräume

Hier finden die großen Shows des de Young statt, und sie können den Wert eines Besuchs völlig neu definieren. Da häufig zeitlich begrenzte Öffnungszeiten und getrennte Besuchergruppen gelten, sollten Sie im Voraus eine Buchung vornehmen, falls Ihnen eine bestimmte Ausstellung besonders am Herzen liegt.

Hamon-Aussichtsturm

Der 144-Fuß-Turm ist das herausragende Merkmal des Museums. Er ist für die Öffentlichkeit zugänglich und bietet Ihnen einen 360-Grad-Blick auf San Francisco; warten Sie jedoch nicht bis zur letzten Minute, denn der Zugang zum Turm endet bereits vor Schließung des Museums.

Barbro-Osher-Skulpturengarten

Eine willkommene Abwechslung nach dem Besuch der Galerien: Skulpturen unter freiem Himmel, die Atmosphäre im Park und ein gemächlicheres Tempo. Es dauert nur 10–20 Minuten, verändert aber den Ablauf des Besuchs auf positive Weise.

So erkunden Sie das de Young Museum

Planen Sie 2–4 Stunden ein, je nachdem, ob Sie sich nur die Dauerausstellung ansehen oder auch eine große Sonderausstellung und den Turm mit einbeziehen. Ein kurzer Rundgang durch die Hauptgalerien ist in etwa zwei Stunden zu bewältigen, doch drei bis vier Stunden erscheinen realistischer, wenn Sie gerne Beschriftungen lesen, noch einmal zurückgehen und Pausen einlegen.

Beginnen Sie zunächst mit den Dauerausstellungen, insbesondere mit den Galerien für amerikanische Kunst und den Textilien, solange Sie noch voller Energie sind und bevor sich vor Mittag die Menschenmengen ansammeln. Begeben Sie sich anschließend zu einer beliebigen Sonderausstellung mit begrenzten Öffnungszeiten, die oft am meisten gefragt ist und den weiteren Verlauf Ihrer Route bestimmen kann. Heben Sie sich den Hamon-Aussichtsturm für einen späteren Zeitpunkt Ihres Besuchs auf, jedoch nicht für die letzten Minuten, da er vor dem Museum schließt.

  • Unbedingt sehenswert: Tdie amerikanischen kunstgalerien, die Textil- und Kostümsammlung sowie die Aussicht vom Turm.
  • Optional: Der Barbro-Osher-Skulpturengarten, der für frische Luft sorgt und etwa 15–20 Minuten in Anspruch nimmt. Ein Besuch auf eigene Faust funktioniert hier gut, doch eine geführte Tour ist hilfreich, wenn Sie einen genaueren Einblick in eine bestimmte Ausstellung erhalten oder sich schnell einen Überblick über die Raumaufteilung des Gebäudes verschaffen möchten.

Ein kurzer Überblick über die Geschichte des de Young Museums

  • 1895: Das Museum wurde im Anschluss an die „Midwinter International Exposition“ in San Francisco eröffnet und verwandelte das Erbe des Messegeländes in eine ständige städtische Kunstinstitution.
  • 1972: Das de Young und das Legion of Honor gehören zu den Fine Arts Museums of San Francisco und verbinden damit die beiden größten Kunstmuseen der Städte miteinander.
  • 1978: Die großzügige Spende von John D. Rockefeller III. stärkt den Bestand des Museums an amerikanischer Kunst und prägt die Sammlung, wie sie die Besucher heute kennen.
  • 1989: Das Loma-Prieta-Erdbeben beschädigte das ältere Gebäude schwer, was das Museum dazu veranlasste, das Konzept grundlegend zu überdenken, anstatt eine weitere Reparatur durchzuführen.
  • 2005: Das derzeitige, mit Kupfer verkleidete de Young-Museum wird im Golden Gate Park eröffnet; es wurde von Herzog & de Meuron in Zusammenarbeit mit Fong & Chan Architects entworfen.
  • Heute: Das Museum ist ebenso bekannt für seine Wechselausstellungen und seinen Aussichtsturm wie für seine Dauerausstellungen.

Wer hat das de Young Museum erbaut?

Das ursprüngliche Museum wurde vom Zeitungsverleger M. H. de Young nach der Midwinter Fair 1894 in San Francisco ins Leben gerufen. Sein Bestreben war ebenso bürgerlich wie kulturell: Er wollte das Vermächtnis einer Ausstellung in ein dauerhaftes öffentliches Museum für die Stadt verwandeln – und nicht in eine private Sammlung.

Die Architektur des de Young Museums

Stil

Zeitgemäß und skulptural, aber nicht kühl. Von außen wirkt das Gebäude fast wie eine geologische Formation; im Inneren öffnet es sich zu ruhigeren, helleren Räumen.

Materialien

Verwittertes Kupfer, Glas, Beton und Holz prägen das Erlebnis. Die kupferfarbene Fassade verändert sich je nach Nebel und Sonneneinstrahlung, sodass das Museum nie zweimal ganz gleich aussieht.

Turm

Der 144 Fuß hohe Hamon-Aussichtsturm ist das architektonische Wahrzeichen des Gebäudes; er erhebt Sie über die Baumgrenze und verwandelt das Gebäude teils in eine Galerie, teils in einen Aussichtspunkt.

Vor Ort

Dank der langen Fenster und der gerahmten Ausblicke auf den Park bleibt der Golden Gate Park auch zwischen den Galerien stets präsent, sodass die Landschaft während des Besuchs nie ganz aus dem Blickfeld gerät.

Architekt

Herzog & de Meuron entwarfen das 2005 errichtete Gebäude gemeinsam mit Fong & Chan Architects so, dass es den Eindruck vermittelt, fest im Park verwurzelt zu sein, anstatt lediglich darin platziert zu sein.

Das de Young und die Legion of Honor

Das de Young ist nur die Hälfte der Kunstmuseen von San Francisco. Seine Schwesterinstitution, die Legion of Honor, deckt ganz andere Bereiche ab und verfügt über einen stärkeren Schwerpunkt auf europäischer Malerei, Skulptur und älteren Sammlungen, während sich das de Young auf amerikanische Kunst, Textilien, Design und wechselnde, publikumswirksame Ausstellungen konzentriert. Diese Unterscheidung erklärt, warum Reisende, die sich für Museen interessieren, die beiden Optionen miteinander vergleichen, anstatt sich blind zu entscheiden. Sollte das de Young in Ihnen den Wunsch nach einem umfassenderen Einblick in die Kunstszene der Stadt wecken, ist das Legion der naheliegendste nächste Schritt und keine Wiederholung des bisherigen Erlebnisses.

Häufig gestellte Fragen zum de Young Museum

Ja. Wenn Sie Kunst, Architektur und eine Parklandschaft an einem Ort genießen möchten, gehört dieser Ort auf die meisten Reisepläne für San Francisco. Informieren Sie sich über die aktuellen Tickets für das de Young Museum, falls Sie bereits entschieden haben, dass ein Besuch dort gut in Ihren Tagesplan passt.

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